Das Emsland

Das Osnabrücker Land vermischt sich mit dem Emsland, und allmählich wird es flacher. Das tut dem Facettenreichtum dieser Gegend allerdings keinen Abbruch. Teilweise ist es recht einsam hier mitten in einem Labyrinth von

ländlichen Nebenwegen. Es ist nicht immer leicht den richtigen zu finden, zumal wir uns im Augenblick nicht auf einer markierten Radroute befinden. Das ändert sich, als wir auf die Hase-Ems Route stoßen. Dieser Rundweg verfolgt die Hase von ihrer Quelle an bis zur Mündung in die Ems, begleitet diese stromaufwärts und schwenkt dann wieder ab, um über kleine Sträßchen wieder die Hase im Oberlauf zu erreichen. Unser Ziel ist Meppen. Als Kanute bin ich schon ein paar Mal hier gewesen, sei es auf der Ems oder auch auf der Hase. Beides sind wunderschöne Wiesenflüsse mit sehr vielen attraktiven Zeltplätzen.

Wir haben vor bis nach Meppen zu radeln, um dort einen Tag Pause einzulegen. Viel- leicht finden wir dort einen Kanuverleih, und wir können auf der Hase paddeln. Die letzten 30 Kilometer zwischen Haselünne und Meppen sind nämlich die schönsten. Wunderbar sauberes Wasser und viele Sandbänke. In Lehrte an der Hase ist ein urgemütlicher Kiosk mit Stühlen unter schattigen Bäumen. Wir beschließen, hier einen leckeren Kaffee zu trinken. Aus der Kaffeepause wird ein 2-tägiger Aufenthalt,

und eine Sauna gehören noch dazu. Alles dürfen wir nutzen. Auf dem Gelände befinden sich außerdem noch 2 Treibhäuser, welche als Heuhotel dienen. Oder wie wäre es mit einer Blockhütte mitten im Grünen? Wir haben die Wahl und entschließen uns für die Blockhütte. Sie ist innen angenehm kühl, während es draußen brütend heiß ist. Ich habe Magenprobleme und kuriere mich im Bett aus. Die oberflächlich gereinigten Fahrradtrinkflaschen sind wohl daran schuld. Bei der Hitze sind sie die reinsten Bakterienherde. Am Abend geht es wieder, und in feucht fröhlicher Runde lernen wir nette Leute kennen. Dreh und Angelpunkt ist der Kiosk mit

den Stühlen davor. Hier trifft sich alles: die Dorfjugend mit ihren lauten Mopeds, Urlaubsgäste die schon seit 15 Jahren hierhin fahren, ein paar Leute vom Zeltplatz und Einheimische aus der Umgebung. Am meisten freue ich mich, dass der Jonny mit seiner Frau dabei ist. Sie haben diese Oase an Menschlichkeit ins Leben gerufen. Am nächsten Tag fahren wir doch nicht mit dem Kanu. Zu heiß! Stattdessen unternehmen wir Kurztripps in die Umgebung, gehen in die Sauna und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Wir feiern Abschied und wissen, dass wir nicht das letzte Mal beim Jonny waren.

Am nächsten Morgen geht es sehr früh weiter. Wir wollen möglichst viele Kilometer zurücklegen bevor die Sonne herauskommt. Es geht an der Hase entlang bis nach Meppen und dann über Nebenwege weiter Richtung holländische Grenze. Wir durchqueren ein großes Torfgebiet. Der Boden ist fast schwarz und von Stichgräben durchzogen. Damit soll das Land entwässert werden Mit mächtigen Bulldozern wird die torfhaltige Erde abgetragen und aufkleine Waggons verladen. Erdölpumpen prägen außerdem die Landschaft. Sie sehen aus wie große Insekten. 

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denn der Besitzer des Kiosks hat einerseits einen Kanuverleih und anderseits einen wunderbaren kleinen Zeltplatz hinter dem Kiosk mit einer Lagerfeuerstelle. Ein riesengroßer Garten mit subtropischen Pflanzen. Eine Holzhütte mit einer Küche darin