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Der wilde Westen

Irland

Zurück in die Gegenwart! Pünktlich um 23.15    Uhr berührt unsere Maschine irischen Boden. Am Schalter von “National Car” erhalten wir den Fahrzeugschlüssel, und wir fahren mit dem Leihwagen zum nächst gelegenen Hostel in Sixmilesbridge, welches circa 15 Kilometer entfernt  liegt. Die Leute dort wissen über unsere späte Ankunft  Bescheid, und auf Anhieb  finden wir den Türschlüssel in dem vorher ausgemachten Versteck, denn alles schläft schon. So auch wir, circa 15 Minuten später... Am nächsten Tag gehts weiter. Nach Absprache dürfen wir die Fahrradpacktaschen für die nächsten 3 Wochen in dem Hostel unterbringen. So brauchen wir sie später auf unseren Rädern nicht zu transportieren. Auf kleinen Straßen fahren wir zunächst  einmal nach Galway. Grüne Hecken umsäumen die Straßen und teilen die leicht wellige Landschaft in Parzellen ein. Ganz typisch für diese Gegend!   

Endlich ist es soweit! Mit dem Flugzeug fliegen wir vom 40 Kilometer entfernten Flughafen in Weeze bis nach Shannon in Irland. Die demontierten Fahrräder haben wir in spezielle Packtaschen verpackt, weil dies neuerdings Vorschrift ist. Doch was  tut man nicht alles, wenn man für so wenig Geld verreisen kann. Denn bei  Ryanair haben wir insgesamt nur160 Euro für 2 Rückfahrkarten, inklusive der Fahrradmitnahme und der anfallenden Steuern bezahlt. Über Internet hatten wir ebenfalls schon einen Kombi gebucht,damit wir darin unsere Fahrräder unterbringen können, die ja später noch zum Einsatz kommen, wenn wir den Leihwagen nach  drei Tagen am Flughafen Kerry, in der Nähe  unseres Zielgebiets abgegeben  haben.

Grüne Hecken säumen die Straßen auf dem Weg Richtung Galway...

Hinter Galway ändert sich die Landschaft. Die Gegend wird zunehmend rauher je mehr wir uns der Connemara nähern. Aus der kargen Landschaft ragen schroffe Berge in die Höhe. Die saftig grünen Wiesen sind übersät mit Felsbrocken und die vielen Seen blitzen tiefblau aus der hügeligen Landschaft heraus. Immer wieder zeigt sich das Meer mit den zahlreichen vorgelagerten Insel- chen von seiner schönsten Seite. Wir passieren Rossaveel. Von hier geht eine Fähre zu den autofreien Aran Islands. Ein Abstecher nach dorthin ist bestimmt sehr lohnend.

Malerische Buchten und kleine, idyllische Inseln prägen einen großen Teil der Küstenlandschaft.

Tiefblau blitzen die kleine Seen im Kontrast zu einer steppenartigen Landschaft. Im Hintergrund ragen schroff die “Twelve Pins” in die Höhe.

Ein Gefühl von Weite vermitteln die zahlreichen Panoramen der Skyroute in der Nähe von Clifden.

Letterfrack ist ein guter Ausgangspunkt, um ausgedehnte Wanderungen in dem Connemara Nationalpark zu unternehmen. Der Ort liegt am Fuße der Twelve Pins und  hat ein Besucherzentrum, das mit Hilfe von Tafeln und Filmen über den Nationalpark informiert. Bei unserem nächsten Irlandurlaub werden wir uns bestimmt ein paar Tage hier aufhalten. So aber setzen wir am Tag darauf unsere Erkundungsfahrt weiter fort.Vorbei an einem Wildbach geht es zunächst einmal oberhalb der Küste weiter mit Blick auf einige schöne Strände.

Das Hostel in Letterfreak war sehr orginell und darüber hinaus auch noch preisgünstig.

Wir passieren einen der zahlreichen Wildbäche am Fuße der Twelfe Pins.

Die ruhige Sraße wendet sich anschließend vom Meer ab und geht auf die schroffen Berge zu. Ein Bergsee löst nun den anderen und unser Sträßchen schlängelt sich dazwischen.  An einem Fjord, der stark   an Norwegen erinnert, machen wir einen Stopp, weil die Panoramaaussicht einfach umwerfend ist. Über ein stark verzweigtes Wegenetz erreichen wir dann später wieder Galway, und haben somit unsere Galwayrundfahrt abgeschlossen. Eins steht für uns jedenfalls fest: Beim nächsten Mal fahren wir diese Runde mit dem  Rad ab und natürlich mit viel mehr Zeit...

Unser Sträßchen schlängelt sich zwischen kristallklaren Bergseen in einer einsamen Landschaft und führt uns zu einem atemberaubend schönen Fjord.

Schafe sind keine Seltenheit auf den Nebenstraßen der Provinz Galway.

Kühe gibt es in der Connemara kaum. Dafür aber umso mehr Schafe. Nicht selten liegen sie einfach mitten auf der Straße oder trotten vor dem Wagen her. Sehr malerisch ist die Bergkette der “Twelve Pins” die das Kernstück  des Connemara Nationalparks bilden.  Wir erreichen das  malerische Clifden  und befahren einen der schönsten Küstenabschnitte, die Skyroute, bevor wir Letterfrack erreichen, wo wir in einem sehr orginellen Hostel übernachten.

Wir setzen unsere Tour weiter fort und nähern uns dem Burren. Diese rauhe Karstlandschaft ist einmalig in Irland. Sie hat so etwas Meditatives an sich. Steine über Steine und dazwischen leuchtendes  Grün. Bei Regen, so wie ich es

Steiwälle umsäumen die Straßen.

Kilmacduagh

auf irgend eine Art und Weise strahlt sie eine unbeschreibliche Friedlichkeit aus. Jedenfalls auf mich! Die alte und bereits verwitterte Klosteranlage mit ihrem raketenartigen Rundturm kann man schon von Weitem erkennen. Vorbei an ein paar Dolmen und einem steinigen Ringfort  nähern wir uns wieder dem Meer und befahren anschlie ßend eine traumhaft schöne Küstenstraße. Eine Brandung   

 

 löst die andere ab. Nämlich da, wo der schroffe Burren in den Atlantik eintaucht. Am frühen Abend erreichen wir Doolin. Dieser winzige Ort  wäre normaler Weise ein unbedeutender Fleck auf der Landkarte,  wenn es nicht als Zentrum der irischen Volksmusik gelten würde. In den Pubs treffen sich oft die Einwohner von Doolin, um gemeinsam Musik zu machen. Eins meiner Lieblingshostels ist das Allie River Hostel, direkt am Bach gelegen. Hier kehren wir ein und am Abend natürlich in den Pubs, wo jeden Abend Livesessions bei Guiness und guter Laune stattfinden.

letztes Jahr erlebt habe, fangen die Steine an zu glitzern. Steinwälle umsäumen die kleinen Sträßchen und Schotterpisten, so wie es in anderen Ecken Irlands die Hecken tun. Die Gegend hier ist recht einsam und

Der Burren Nationalpark

Eine traumhaft schöne Küstenstraße führt am Burren entlang.

Bitte wohin geht es nach Doolin?


In den Pubs von Doolin findet täglich Livemusik statt. Dabei wird ausschließlich irische Folklore gespielt.

Die Galwayrundfahrt

Der Burren

Doolin

Doolin

Doolin

Heute ist unser letzter Tag mit dem Leihwagen. Am frühen Abend müssen wir ihn am Kerry Airport abgegeben haben. Auf dem Weg nach dorthin machen wir einen Zwischenstopp in Ennisstation, einem kleinen, typisch irischen Städtchen. Auf einen Besuch der “Cliffs of Moher” verzichten wir. Zuviel Tourismus und überteuerte Parkplätze. Als Alternative dazu steuere ich zielstrebig die Klippen von Kilkee an, wo ich bereits letztes Jahr schon einmal war. Sie sind zwar nicht so spektakulär, was ihre Höhe betrifft. Aber dafür sind die Klippen aus Schiefer um so malerischer. Eine kleines Sträßchen führt am Rande der Klippen entlang, und ein Wanderweg lädt darüber hinaus zu einem  wildromantischen Klippentripp ein.

Kaskarden in Ennistation

Cliffs of Kilkee

Wir überqueren nun den Shannon mit der Fähre. Die Überfahrt dauert circa 30 Minuten. Bis zum Flughafen sind es noch 80 Kilometer. Gerade genug Zeit, um unser Gepäck in dem Hostel von Tralee unterzubringen, um dann anschließend zum Flughafen zwecks Leihwagenübergabe weiterzufahren. Am Schluß tanken ich noch einmal voll, bevor ich endgültig den Autoschlüssel abgebe. Ich bin erleichtert, nicht mehr die Verantwortung über ein fremdes Auto tragen zu müssen. Stattdessen radeln wir nun mit unseren vertrauten Drahteseln, die wir ja im Kombi verstaut hatten, zum 20 Kilometer entfernten Tralee zurück.

Unsere eigenliche Reise hat nun begonnen!

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