taucht auf. In einer Länge von 16 Kilometern und einer Breite von nur 4 Kilometern liegt sie vor uns.
Autos dürfen hier nicht fahren Ausnahme sind ein paar Traktoren, die Taxis und Busse Sitzt man im Dorf in einem der Straßencafes, dann weiß man genau wann die Fähre kommt oder geht, nämlich immer dann wenn sie auftauchen..Es macht Spaß im Dorf die Leute zu studieren, denn viele Individualisten und Exzentriker sind dabei. Die Tatsache, dass die Insel autofrei ist, schreckt wohl die breite Masse ab Es herrscht hier eine auffällig lockere Atmosphäre.Jugendliche machen Picknick auf einer Wiese  und spielen Gitarre. Vor den Kneipen und Cafes stehen statt Autos, Fahrräder in allen Variationen. Radfahrer rollen

Sie führen uns durch einen herrlichen Wald mit uralten Kiefern. Ein Süßwassersee liegt mitten drin. Durch eine wellige Dünenlandschaft geht es weiter über Priele, die sich tief in die Insel eingefressen haben. Eine buschige Graslandschaft mit Steppencharakter liegt vor uns. Dann schwenken wir ab, durchqueren die grünen Polder, wo sich Vogelkolonien aufhalten. Vereinzelte Gehöfte mit roten Dächern heben sich von den bizzaren Wolkenbildern ab. Hier kann man auch in den ehemaligen Ställen übernachten. An der Wattenmeerseite fahren wir über den Deich. Von hier aus hat man einen tollen Überblick Ein kleiner Hafen mit Segelyachten taucht auf. Das Wattenmeer schimmert geheimnisvoll in silbernen Farbtönen. Ein anderer Streifzug führt uns zum Ende der Insel.

Den interessanten Teil der Insel machen die letzten 2  Drittel aus. Bis zu den Kobbedünen führt uns der Radweg. Danach hört er auf. Ein schmaler Pfad zwängelt sich ab da bis zum Ende der Insel. Es ist ziemlich einsam hier und überall hört man das wilde Kreischen der Möwen. Blühendes Dorngestrüpp versperrt uns manchmal den Weg. Der Pfad führt uns durch hüfthohes Gras. Teilweise kann man ihn kaum erkennen. Eine dicht bewachsene Dünenkette schiebt sich vor uns  Durch tiefen Sand schieben wir unsere Räder um die Dünen herum. Andere Hindernisse tauchen auf, denn immer mehr Gräben versperren uns den Weg.

Der Schweiß klebt auf unserer salzigen Haut, und wir springen in die Fluten. Herrlich, es gibt nichts Schöneres als nackt schwimmen zu gehen. Man fühlt sich so einst mit der Natur, denn letztendlich sind wir ja auch ein Teil davon. Bei Rückenwind jagen wir übermütig wie Kinder an der Wasserlinie entlang. Fontänen spritzen nach links und rechts. Die ersten Menschen am Strand signalisieren den nah gelegenen Ort.

Auf dem Campingplatz spülen wir die Räder vom Salzwasser ab. Meine Fahrradkette kann heute in einem Fahrradladen bewundert werden. Vom Salz zerfressen hängt sie an der Wand und ist für die Allgemeinheit ein Mahnmal dafür, dass man  mit dem Rad nicht durch Meereswasser fahren sollte.

Der Urlaub neigt sich dem Ende zu, und wir laufen gerade im Festlandhafen ein. Dösend sitzen wir auf einer Bank am Kai und warten darauf abgeholt zu werden. Schöne Tage haben wir verbracht mit einem hohen Erlebniswert. Wie bei einem Film spulen sich  noch einmal die Bilder aus den letzten 2 Wochen vor meinen Augen ab. Jäh werde ich aus meinen Träumen gerissen, denn vor mir steht ein blaues Auto mit Viersener Kennzeichen. Den Wagen kenne ich allzu gut. Er bringt uns wieder Heim……

Die Insel Schiermoonikoog (NL)

Zurück zur Startseite

Zurück zur Startseite

gemächlich durchs Dorf. Dazwischen spielende Kinder. Es gibt sogar ein Polizeiauto hier. Aber meistens sieht man den Wachmann irgendwo plaudernd herumstehen. Die Kneipen sind urgemütlich und teilweise aus- geflippt wie das Haus der Kuriositäten. Das Dorf Schiermoonikoog hat einen histo- rischen Ortskern mit schnuckeligen alten Häuschen. Moderne Hotels mit mehreren Stockwerken gibt es hier nicht und es existiert nur ein kleiner Lebensmittelladen. Alles ist so herrlich überschaubar! Am Schönsten und Vielfältigsten aber ist die Natur auf diesem mir so lieb gewonnenen Eiland. Der größte Teil ist Naturschutz- gebiet. Ganze Kolonien von Vögeln halten sich hier auf, denn wir befinden uns auf einer Vogelinsel. Muschelwege laden zu Streifzügen auf der Insel ein.
 

Auf diesem Teil der Insel haben sich die Priele in mehrere Arme verzweigt. Bei Flut sind diese mit Wasser gefüllt. Ein Weiterkommen ohne nass zu werden ist nicht möglich. Wir schieben die Räder vorsichtig tastend durch die Priele Bis zu den Oberschenkeln reicht uns teilweise das salzige Wasser. Es geht an einem vertrockneten Sump-f loch und an einigen Vogelkadavern vorbei. Wir nähern uns nun dem letzten Viertel der Insel. Ich weiß nicht wie viele Insekten mich schon gestochen haben. Sobald ich stehen bleibe, stechen sie gnadenlos zu. Also weiter!!! Große  Blütenteppiche in verschiednen Violettfarbtönen breiten sich vor uns aus.

Unser Weg geht mitten hindurch. Wir waten durch eine Pfützenlandschaft. Der letzte Teil der Insel ist fast immer unter Wasser. Wir sehen die Spitze der Insel und beschließen mit den Rädern am Strand entlang zurück zu radeln. Bis zum Wasser müssen wir allerdings noch ein beschwerliches Stück durch sandverwehtes Gelände zurücklegen. Verwitterte Holzplanken, ein halb zerrissenes Netz und anderes Treibgut liegt überall herum und markiert die Flutpegelstände aus vergangenen Zeiten.