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Von Berlin bis nach Rostock. (Teil 1)

...Die nächsten zwei Tage verbringen wir in Berlin. Gemütlich schlendern wir durch die unterschiedlichen

Stadtteile und besichtigen die ein oder andere Sehenswürdigkeit. 
Ich war bereits vor 3 Monaten hier und erspare es mir deshalb, auf dieser Seite näher darauf einzugehen. “Ick will nach Berlin”, so heißt der Reisebericht, wo ich mich über diese tolle Stadt ausgelassen habe. Neugierig? Dann klicke doch mal auf den Link mit dem Namen...

Rätselfrage: Worin liegt der Clou bei dieser Aufnahme? Antwort

...Es geht weiter!

Schon früh am Morgen haben wir das Zelt abgebaut und befinden uns nun in der S-Bahn nach Oranienburg, im Norden von Berlin. Am Bahnhof trinken wir einen Kaffee, bevor uns kurze Zeit später wieder ein leichter Wind um die Nase weht.

Wir radeln jetzt auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen , der uns bis nach Dänemark bringen soll.

Er ist sehr gut ausgebaut
und führt zunächst einmal an der Havel entlang. Mit den Schiffen um die Wette  streben wir die Mecklenburger Kleinseeplatte an.

Hinter Zehdenick treffen wir auf eine Ansammlung von mehreren kleinen Seen, so genannte Tonstiche. Damals hat man hier Ton abgebaut.

Kurze Zeit später stoßen wir auf die einst größte Ziegelei Europas. Mittlerweile hat der Betrieb seine Produktion eingestellt. Stattdessen kann man die Anlage besichtigen und erfährt einiges über den Abbau von Ton und dessen Verarbeitung.

Ein ganz bezaubernder Campingplatz liegt in der Nähe von Himmelfort, direkt am Stolper See. Bis nach Fürstenberg, am Fusse der Kleinseeplatte, sind es nur noch ein paar Kilometer. Doch bevor wir hierhin am nächsten Morgen fahren, machen wir noch einen Abstecher nach Ravensbrück.

Hier befindet sich eines der ehemaligen Konzentrationslager, indem über Zehntausend Frauen und Kinder umgebracht wurden. Leider ist

am Montag das Mu- seum geschlossen, und so haben wir nur die Möglichkeit, das Außenlager zu besich- tigen. Das gesamte Areal ist mit schwarz-grauem Granulat ausgestreut. Wir finden es passend und angemessen.

Es stehen noch einige Baracken auf dem zum grö-

ßten Teil geebneten Gelände. Hier waren die Gefangenen unter- gebracht, die darauf warteten, im großen Stil und systematisch vergast zu werden. Wir betreten das Cre- matorium, in dem die Nazis aus platztechni-

schen Gründen die   Leichen verbrannten.

Mit einem beklemmendem Gefühl in der Brust gehen wir langsam an einem langen Rosenbeet entlang. Friedlich liegt es am Fusse einer Mauer. Besucher aus allen Ländern haben hier Kerzen und Blumen aufgestellt in Gedenken an die vielen Toten, deren Asche unter den blühenden Rosen verstreut ist. Schweigend stehen wir zum Schluß vor dem Mahnmal, wo eine Frau mit leerem Blick eine Tote in ihren Armen trägt. Leid und Elend strahlt diese Plastik aus, und sie hat sich in mein Gedächnis eingebrannt.

Streng genommen gehört ein nicht unerheblicher Teil zum Bundesland Brandenburg. Von daher möchte ich dieser bezaubernden Landschaft ab sofort den Namen

“Brandenburg - Mecklenburgische Seenplatte”

verleihen. Vielen Brandenburgern, die an der Seenplatte leben, käme diese Namensänderung sehr gelegen!

Wasser Wasser Wasser Wasser Wasser Wasser Wasser Wasser


        
überall und wohin

                  man auch sieht ...

 

Unser Weg schlängelt sich nun zwischen den zahlreichen Seen, die durch Kanäle, Schleusen und Flüsse miteinander verbunden sind. Wochenlang könnte man hier paddeln ohne auch nur einmal aus dem Boot aussteigen zu müssen.

In Wustrow, einem verschlafenen Örtchen zwischen zwei herrlichen Seen, schlagen wir unser Basislager auf, um von hier aus eine dreitägige Kanutour zu starten.


Deswegen werden unsere Räder nach Absprache mit dem Campingplatzwart in einem alten Bootsschuppen untergebracht und gegen ein Kanu ausgetauscht.

Mit einer Seengewässerkarte bewaffnet, die man für dieses Vorhaben unbedingt braucht, stechen wir am nächsten frühen Morgen in See. Der “wilde Osten” wartet auf uns !!!

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