Von Kornelimünster bis nach Monschau

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Tagesetappen

Kornelimünster - Roetgen

     Roetgen - Monschau

In dem historischen Kornelimünster, einem Vorort von Aachen, beginnt der Eifelsteig. Er führt anfangs durch eine liebliche, leicht hügelige Landschaft. Es ist das äußerst reizvolle Tal der Inde. Hinter Walheim schlängelt sich der Pfad durch urwaldähnliches Gebiet zu den Walheimern Kalksteinbrüchen. Die alten imposanten Kalkbrennöfen inmitten der Natur kann man hier besichtigen. Hinter dem Ort Rott geht der Eifelsteig in die Höhe auf 450 Meter. Hier oben in dem Naturschutzgebiet Struffelt, einem Hochmoor, bekommt man einen ersten Eindruck vom hohen Venn, welches später in der zweiten Etappe durchquert wird. Die Dreilägerbachtalsperre passierend schlängelt sich der Eifelsteig durch eine herrliche Weidenlandschaft bis nach Roetgen, dem ersten Etappenziel. Das Hohe Venn, eins der größten Hochmoore Mitteleuropas, steht im Brennpunkt der zweiten Etappe. Teilweise führt der Steig durch belgisches Gebiet und nicht selten über langgezogene Asphaltwege.

Doch die Landschaft ist sehr beeindruckend. Besonders schön ist der Bohlenweg, der durch das Imgenbroicher Venn führt. Dieser ist allerdings nicht immer freigegeben. Der höchste Punkt auf dieser Etappe ist der Stegling mit 658 m.

Die Panoramaausicht von hier oben ist grandios. Auf teilweise abenteuerlichen Pfaden geht es nun abwärts vorbei an Mützenich, an einem quirligen Bach entlang, bis hinunter nach Monschau, einem der schönsten Orte in der Eifel und zugleich das zweite Etappenziel auf dem Eifelsteig.

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Der Marktplatz im Zentrum von Kornelimünster

Entlang der Inde verläuft der Weg

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Ein Viadukt überspannt mit mehreren Bögen das Tal der Inde

Tunnelweg

Fast tunnelartig ist dieser Streckenabschnitt, der von Kornelimünster wegführt.

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Der Eifelsteig in Treppenform

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Der Eifelsteig verwandelt sich in eine Treppe, die auf das Höhenniveau der mehrbögigen Vennbahnbrücke führt.

Von den alten Gleisen aus hat man einen schönen Ausblick auf das liebliche und reizvolle Tal.

Eingebettet im lieblichen Indetal liegt dieser große Pferdehof

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Urwaldartig ist der Weg zu den Walheimer Kalksteinbrüchen

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Monumental sind die Trichterbrennöfen

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Reste eines Kalkbrennofens

Dieses Bodenprofil zeigt den Kalk im Erdreich

Kurze Zeit später tauchen die Überreste der Walheimer Kalkwerke auf.

Die Natur hat sich in den ehemaligen Steinbrüchen immer mehr ausgebreitet und holt sich das zurück, was man ihr genommen hat. Am Wegesrand erstreckt sich ein Hang. Auf eine sehr anschauliche Weise zeigt hier das Bodenprofil wie viel von dem weißen Kalk im Erdreich tatsächlich gelagert ist.

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Der Eifelsteig durchquert anschließend das Freizeitparkgelände von Friesenrath, das in einem der Steinbrüche angelegt wurde. In dem Dorf lädt ein Mäuerchen an der Inde zu einer kleinen Kaffeepause aus der Thermoskanne ein. Anschließend geht es weiter durch das idyllische Vichtbachtal bis nach Rott. Hier verlässt der Weg das Tal und geht in die Höhe.

Die Inde an dem Ortsausgang von Friesenrath

Der Eifelsteig führt hinab in das Vichtbachtal

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Zielstrebig und mit einer leichten aber konstanten Steigung bringt der Forstweg den Wanderer in das Naturschutzgebiet “Struffelt”

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Der Struffelt ist ein Highlight auf der heutigen Etappe. Dieses bezaubernde Hochmoor vermittelt einen ersten Eindruck von dem was ich auf der morgigen Etappe im hohen Venn zu sehen bekommen werde. Ein Bohlenweg führt durch das Kerngebiet des Naturschutzgebietes.

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Nach 600 Metern verwandelt sich der Eifelsteig in einen matschigen und pfützigen, mit tiefen Traktorreifenspuren geprägten forstwirtschaftlichen Weg. Dieser führt bergab zu der Dreilägerbachtalsperre und mündet genau an der geschwungenen Dammkrone des Stausees.

Die Dreilägertalsperre ist bedeutend für die Trinkwasserversorgung im Raum Aachen.

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Der Weg führt durch einen herrlichen Hochwald

Bis nach Roetgen ist es teilweise sehr matschig

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Mystisch und verzaubert wirkt der Wald mit dem kleinen See, der aus der Schneeschmelze und dem vielen Regen der letzten Zeit entstanden ist.

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landschaftlichen Facetten sehr gut gefallen. Ich freue mich auf ein kühles Bier und schon jetzt auf den morgigen Abschnitt, wo mein Cousin mich beglei- ten wird. Er hat angekünigt, Brötchen  mitzubringen. Wir werden dann gemütlich in dem rollenden Hotel frühstücken bevor es weiter geht in das Hohe Venn.

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Es

geht

weiter

Von Kornelimünster bis nach Roetgen

Von Roetgen bis nach Monschau

Wiesen- und Heckenlandschaft bei Roetgen

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Nachdem wir uns gestärkt haben, fette ich noch schnell meine Wanderschuhe ein. Das ist auch nötig, denn im vor uns liegenden Venn wird es um diese Jahreszeit sehr matschig und feucht sein. Zuerst durchwandern wir die Wiesen und Heckenlandschaft von Roetgen, die sich auch hier bis zum Waldrand hin erstreckt. Dabei überqueren wir den ein oder anderen Bach, der sich lieblich zwischen saftigem Grün schlängelt. Wie erwartet müssen wir uns dabei an der ein oder andere knöcheltiefen Matschpassage vorbei manövrieren.

Wunderbare Wiesen- und Heckenlandschaft um Roetgen herum

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 Der Eifelsteig macht noch ein paar kleine auflockernde Richtungswechsel und nähert sich im weiten Bogen dem alten Bahnhof von Roetgen, wo mein Wohnmobil freudig auf mich wartet. Mir hat die Etappe mit ihren unterschiedlichen

Der Waldrand ist erreicht, und vor mir liegt eine offene Wiesen- und Heckenlandschaft, die sehr abwechslungsreich ist.

Durch das Tal der Inde, einem kleinen Nebenfluß der Rur, führt der Eifelsteig für die nächsten Kilometer.

Die Geschichte von Kornelimünster und seiner Abtei aus dem 8. Jahrhundert geht bis in die Römerzeit zurück.

Auf dem Marktplatz von  Kornelimünster, einem Vorort von Aachen, beginnt der Eifelsteig.

Wir überqueren die Weser, einen kl. Bach bei Roetgen

Nach circa zweieinhalb Kilometern erreichen wir den Ortsteil Schwerzfeld. Hier beginnt belgisches Terretorium. Ein schöner Waldpfad schlängelt sich

entlang der Grenze durch einen Hochwald mit herrlichem Buchenbestand. Der Wald wird

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Laut plätschert es an dem Steinbach

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Durch typischen Mischwald geht es nun stetig bergauf. Auffällig sind die stark vermoosten Bäume, die mir zeigen, wie feucht die Gegend hier sein muß. Wir befinden uns nun am Aus- läufer vom “Hohen Venn”. Unser Weg führt schnurgerade durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Ein schlängelnder Pfad wäre mir lieber gewesen. Trotzdem, ich bin beeindruckt!

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Die Bäume sind teilweise stark vermoost

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niedriger und das Unterholz wird dichter. Ein Holzschild zeigt an, daß wir uns nun endgültig in Belgien befinden. Eine von Schlaglöchern übersäte Teerstraße führt über den lebhaft plätschernden Steinbach, der wie alle anderen Bäche um diese Jahreszeit viel Wasser mit sich führt.

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Wir erreichen die Stelle wo sich der   Weg gabelt in die Hauptroute, die man ganzjährig gehen darf oder in die Naturroute, die durch die Schutzzone B führt und nur zu einer bestimmten Jahreszeit benutzt werden darf. Wir haben Glück, denn keine rote Fahne ist gehisst, und wir dürfen somit den Bohlenweg nutzen .

Zone A   kann man frei betreten
Zone B   auf markierten Wegen
Zone C   nur in Begleitung eines Naturführers zugänglich
Zone D   ist völlig gesperrt.

Das Hohe Venn, eines der größten europäischen Hochmoore, ist in vier Schutzzonen eingeteilt. 

Aufgestellte Tafeln informieren den Wanderer über die Lage oder Begehbarkeit der Zonen. Darüber hinaus signalisieren rote Flaggen  welche Gebiete man z. Zeit nicht betreten darf, beispielsweise während der Brutzeit oder auch bei längerer Trockenheit wegen Brandgefahr.

Ein federnder Wiesenweg führt uns in das Kerngebiet der Zone B.  Ab hier geht es nur noch über Holzplanken weiter, die uns sicher über das baumlose Moor führen.

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Das Hohe Venn

Nicht nur die Landschaftsbilder sind es, die mich in den Bann ziehen, sondern auch die zahlreichen Details am Wegesrand. Sei es ein alter vermooster Baumstamm oder die zahlreichen farblichen Kontraste, die sich bei der Schneeschmelze auftun. Schön zu sehen sind auch die vereisten Pfützen, die wie kleine Spiegel im Sonnenlicht glitzern oder die dicken Sternmoospolster, die dem Boden satt grüne Farbtupfer verleihen; und schaut man in das dichte, sumpfdurchzogene Gestrüpp, hat man das Gefühl in einen undurchdringlichen  Miniatururwald zu blicken. Es gibt überall etwas zu sehen!

Nach dem fantastischen Schwenk durch das Imgenbroicher Venn stößt die Naturroute wieder auf den ursprünglichen Hauptweg. Von stattlichen Nadelbäumen umgeben geht es nun zielstrebig und stetig bergauf zum Stegling, mit 658 Metern die höchste Erhebung in dieser Umgebung. Hier oben ist es merklich kühler und rauher. Die Wege sind vereist und es gibt noch mehr Schneefelder. Lohnens- wert ist ganz gewiß der Eifelblick, ein Panoramaaussichtspunkt. Leider ist die Sicht zu schlecht.

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Kaiser Karls Bettstatt

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Als Kaiser Karl sich eines Tages auf der Jagd verirrte, soll er auf einem dieser Quarzitblöcke  sein unfreiwilliges Nachtlager aufgeschlagen haben. Auch für die Namensgebung des nah liegenden Dorfes Mützenich muss, mit einem Augenzwinkern, Karl herhalten: als ihm, auf der Bettstatt liegend, einer seiner Bediensteten gegen die Kälte eine wärmende Kopfbedeckung hinhielt, soll er entgegnet haben: Mütze nich!

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Nach einer kurzen Zigarettenpause am Stegling balancieren wir vorsichtig weiter über die vereisten Wege bis zum nächsten Ziel, der Bettstatt von Kaiser Karl, wo zwei auffällig große Quarzitblöcke liegen. Eine Legende, wie wir schmunzelnd auf einer Informationstafel entnehmen, besagt:    

Es geht weiter !

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Von nun an geht es nur noch bergab. Unser Weg bringt uns nach Mützenich. Dort wartet bereits schon sehnsüchtig in einer geöffneten und gemütlichen Dorfkneipe ein Bierchen auf uns.

Nachdem wir die ein oder andere Straße überquert haben, gelangen wir am Ortsende zwischen Hecken und Wiesen auf einen traumhaft schönen Pfad, der sich munter mit einem Bächlein fast wie um die Wette immer weiter ins Tal hinunter schlängelt.

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Ein Stückchen Wald liegt noch vor uns; und dann tauchen unmittelbar unterhalb des Eifelsteigs die Dächer von Monschau`s Brauerei auf. Welches unser Ziel sein wird kann man sich vielleicht denken. Zu fahren brauchen wir auch nicht mehr! Denn ein Linienbus wird uns später bis nach Roetgen zurückbringen. Wir werden dann, so denke ich, selig im Wohnmobil einschlummern ...

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