Unser nächstes und zugleich letztes Highlight ist die Stadt Brügge, Hauptstadt von Westflandern.

Sie liegt etwa 15 Kilometer von der Küste entfernt und hat einen kompletten mittelalterlichen Stadtkern mit einigen Grachten.

Wir parken unseren Bus auf einem der vielen Parkplätze außerhalb der Stadt und gehen dann zu Fuß zum Zentrum.

Hier steht unter anderem der Belfried mit einer Höhe von 83 Metern.

Auf dem Weg dorthin taucht er immer wieder auf.

Eine Besteigung des alten Stadtturms ist sehr lohnend.

Von hier oben aus haben wir einen herrlichen Blick auf die rostbraunen Giebeldächer von Brügge.

Wir gehen die 255 Stufen vom Belfried wieder herunter und stehen auf dem Marktplatz von Brügge.

Außer dem sehr alten gotischen Rathaus besticht er vor allem durch seine herrlich bunten Häuserzeilen im flämischen Baustil.

Wir schlendern durch die Straßen und Gassen von Brügge.Überwiegend sind sie mit Kopfsteinpflaster versehen.

Etwas abseits vom Geschehen schallt Hufgeklapper von den Häuserwänden zu uns herüber und kündigt eine Pferdekutsche an.

Im nächsten Augenblick rattert sie an uns vorbei und verschwindet hinter der nächsten Kurve. Dann ist wieder Stille.

Wir befinden uns jetzt im Beginenhof. Seine Pracht entfaltet dieser Ort im Frühjahr, wenn unter den Pappeln die Krokusse gelb und lila leuchten.

Im Karree ist diese prächtige Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert aufgebaut.

Leuchtend weiß hebt sie sich von den grünen Bäumen ab.

Heute leben hier in dem Ort der Stille Benediktinerinnen.

Wir nähern uns allmählich wieder dem Zentrum, und die Strassen werden wieder voller.

Touristen sitzen plaudernd in den gemütlichen Strassencafes.

Wir trinken einen Kaffee und beschließen, eine Rundfahrt auf den Grachten zu unternehmen.

Hier in Brügge gibt es mehrere Anlegestellen, und so ähnlich wie in Amsterdam herrscht auf den malerischen Grachten reger Verkehr.

Wir haben nun die Möglichkeit, uns diese wunderbare Stadt aus der Wasserperspektive anzuschauen.

Unsere Bootstour durch die Stadt geht dem Ende zu. So manche Information über die alte Stadt hat uns der Reiseführer mitgeteilt.

Ich muß gestehen, dass ich gar nicht zugehört habe, denn meine Aufmerksamkeit galt viel mehr den zahlreichen Bildern auf dieser erlebnisreichen Grachtentour.

Wir sitzen auf einer Bank am Ufer, und starren sinnierend ins Wasser. Sieben weiße Schwäne ziehen an uns vorbei.

Ich finde, diese majestätischen Geschöpfe passen sehr gut hier hin.

Denn in ihnen spiegelt sich der Stolz dieser alten, reichen und ehrwürdigen Stadt wieder...

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Mit dem Fahrrad durch Flandern

Teil 4

Westflandern und die Stadt Brügge